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Pressemitteilung
ÖPNV-Fachtagung 2026:
Herausforderungen und Perspektiven für den ÖPNV im ländlichen Raum
Gemeinsame Pressemitteilung des Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Bayern, der Landesgruppe Bayern des Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und des Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO)
Nürnberg / München 22. Juni 2026
Öffentliche Mobilitätsangebote in ländlichen Räumen zu gewährleisten stellt für die Landkreise als Aufgabenträger eine große Herausforderung dar. Um ein angemessenes Angebot als Daseinsvorsorge für die Bewohner:innen vorzuhalten, sind in dünn besiedelten Gebieten erhebliche Mittel aufzuwenden. Die finanziellen Zwänge der Landkreise und Städte machen die Suche nach effizienten Lösungen zu einem vordringlichen Anliegen. Gleichzeitig werden die Rahmenbedingungen für die Angebotsgestaltung von der Bundes- und Landesebene bestimmt.
Mit der gemeinsam vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Bayern, der Landesgruppe Bayern des Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und des Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO) am 18. Juni 2026 in Nürnberg veranstalteten ÖPNV-Fachtagung 2026 wurden unter dem Motto: „Herausforderungen und Perspektiven für den ÖPNV im ländlichen Raum“ drei Themenfelder aufgegriffen, die aktuell von besonderer Relevanz sind:
• Landkreisübergreifende Expressbusverbindungen
• Gestaltung von Vergabeverfahren
• Perspektiven der Finanzierung.
Landkreisübergreifende Expressbusverbindungen sowie landesbedeutsame Buslinien abseits der SPNV-Achsen sollen bestehende Lücken im regionalen Schienennetz schließen und zuverlässige, hochwertige Verbindungen schaffen. Ziel ist es, insbesondere ländliche Räume besser mit benachbarten Zentren und Bahnhalten zu verknüpfen. Dabei orientieren sich diese Angebote an SPNV-Standards, etwa durch feste Takte und verlässliche Bedienzeiten an allen Wochentagen. In vielen Flächenbundesländern ist auf Landesebene ein klares Konzept für Expressbuslinien, die fehlende Zugverbindungen kompensieren, erarbeitet worden. Deren Einrichtung erfolgt teilweise auch über die zuständigen Stellen für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV), bzw. wird proaktiv und intensiv auf Landesseite begleitet. In Bayern fehlt bislang ein klares Zielkonzept für solche landkreisübergreifenden Busverbindungen.
Bei Vergabeverfahren rücken funktionale Ausschreibungen mit ihren spezifischen Besonderheiten in den Blickwinkel. Direktvergaben an kleine und mittelständische Verkehrsunternehmen oder Konzeptvergaben können Lösungswege aufzeigen, eine solide Angebotsqualität zu einem wirtschaftlichen Preis zu gewährleisten.
Mit dem Leistungskostengutachten hat der Verband der deutschen Verkehrsunternehmen (VDV) einen Pfad für die Finanzierung eines attraktiven Nahverkehrsangebotes mit dem Zeithorizont 2040 aufgezeigt. Damit wird eine wesentliche Grundlage für strategische Entscheidungen der Aufgabenträger in Landkreisen und kreisfreien Städten geschaffen. Damit verbunden ist der Appell an die Bundes- und Landesebene, längerfristig verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen für die Landkreise und Städte zu schaffen.
Auf der ÖPNV-Fachtagung 2026 wurde heraus gestellt, dass die Landkreise und Städte in Bayern einerseits selbst in der Pflicht sind, die (immer noch freiwillige Leistung) von öffentlichen Mobilitätsangeboten im Sinne der Daseinsvorsorge möglichst effizient zu gestalten. Andererseits kam auch klar zum Ausdruck, dass ohne entsprechende unterstützende und verlässliche Rahmenbedingungen auf Bundes- und Landesebene diese Aufgabe nicht zu meistern ist.
Ansprechpartner:
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Andreas Kagermeier |
Burkhard Hüttl |
Stephan Rabl |
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Verkehrsclub Deutschland (VCD) |
Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) Landesgruppe Bayern |
Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO) |
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0172 9600 865 |
089 2191 2240 |
089 1211 5044 |
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