ÖPNV-Fachtagung 2026: Expressbus

Landesbedeutsame Buslinien

und Expressbusverbindungen

ÖPNV-Fachtagung 2026: Herausforderungen und Perspektiven für den ÖPNV im ländlichen Raum

Die Zusammenarbeit der Aufgabenträger zur Konzeptionierung und Umsetzung von Verwaltungsgrenzen übergreifenden Mobilitätsangeboten insbesondere abseits der SPNV-Achsen stellt besondere Anforderung an die beteiligten Akteure.

Im Rahmen der ÖPNV Fachtagung 2026: Herausforderungen und Perspektiven für den ÖPNV im ländlichen Raum
stehen landkreisübergreifende Expressbusverbindungen und landesbedeutsame Buslinien als ein Themenfeld im Fokus der Diskussion.

ÖPNV-Fachtagung 2026Landesbedeutsame Buslinien und landkreisübergreifende Expressbusse sollen Lücken im regionalen Schienenverkehrsnetz mit qualitativ hochwertigen Expressbusverbindungen schließen.

Damit sollen insbesondere im ländlichen Raum Zentren ohne SPNV-Anschluss an benachbarte Zentren und Bahnhalte angebunden werden.

Die Verbindungen sind dabei an die Standards des SPNV angelehnt (fester Takt und Bedienzeiten auch am Wochenende).

 

Das Konzept der Landesbedeutsamen Buslinien wurde 2018 vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bauen und Verkehr im "Fahrplan für mehr Mobilität in Bayern" vorgestellt. Dabei wurden in Bayern 21 Linien ausgewiesen, von denen 7 in einer (zeitlich nicht näher konkretisierten) ersten Phase realisiert werden sollten.

Bei Landesbedeutsamen Buslinien übernimmt der Freistaat Bayern einen Teil der Betriebskostendefizite. Damit werden diese in die Nähe von SPNV-Leistungen gerückt, die vom Freistaat Bayern bestellt und (weitgehend aus Regionalisierungsmitteln) bezahlt werden. 

In der ÖPNV-Strategie 2030 wird sogar von bis zu 70 Linien bis 2030 gesprochen.

Demgegenüber ist die konkrete Umsetzung bis 2025 eher zögerlich und bleibt deutlich hinter den Ankündigungen zurück. Bis 2025 sind nur einige wenige Expressbuslinien eingerichtet worden.

Hierzu zählen die MVV-Ringbuslinie, Der Coburger und ab 12/2025 der sog. Alpenbus.

ÖPNV-Fachtagung 2026

Darüber hinaus werden mit einer anderen Förderrichtlinie auch landkreisübergreifende Expressbusse vom Freistaat unterstützt, für die etwas niedrigere Anforderungen gelten.

Ursprüngliches Konzept für Landesbedeutsame Buslinien von 2018 (Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr (Hrsg., 2018): Fahrplan für mehr Mobilität in Bayern. München, Seite 7)

Nach einer eher verhaltenen Nachfrage durch die Aufgabenträger in den ersten Jahren sind in jüngerer Zeit – insbesondere in den beiden größten Verkehrsverbünden MVV und VGN – eine Reihe von Ansätze zur konkreten Planung von weiteren Expressbuslinien erkennbar.

Gleichzeitig werden die Fördermittel auf Landesebene bei der aktuellen Planung des Doppelhaushalt 2026/2027 tendenziell eher zurück gefahren.